24th Sep2013

Schlittenhunderennen

by admin

Der Husky gilt als typischer Schlittenhund und er wird schon seit mehr als 4.000 Jahren als Lastentier vor den Hundeschlitten gespannt. Mehrere nomadische Völker nutzten die genügsamen Tiere um auf ihren Jagdreisen schneller voranzukommen. So gelangten die Huskys mit den Hundeschlitten von Russland aus nach Alaska und nach ganz Nordamerika. Für die Goldsucher in Alaska waren die Hundeschlitten eine echte Erleichterung, denn die robusten Tiere konnten die schwere Ausrüstung vergleichsweise günstig über weite Strecken transportieren. Die große Ausdauer der Tiere und verschiedene Zuchterfolge legten den Grundstein für die ersten Rennen. Heute sind Schlittenhunderennen in Nordamerika und auch in Europa sehr beliebt und diese noch junge Wintersportart hat ihren Ursprung in einer spannenden Geschichte.

angespannte Schlittenhunde

Die bekanntesten Hundeschlittenrennen der Welt

Schlittenhunderennen als Wintersportart sind erst seit 1973 bekannt, denn damals fand das erste Iditarod-Rennen statt. Über 1161 Meilen weit führt die Strecke über Gebirgszüge durch das Eismeer über gefrorenes Land. Man trug dieses Rennen aus, um dem berühmtesten Schlittenhund der Welt zu gedenken. Balto führte sein Team 1925 mit wichtigen Medikamenten durch Blizzards, Eis und Schnee, um eine Stadt vor einer Epidemie zu retten. Seit 1973 findet das von dieser Geschichte inspirierte Rennen nun jedes Jahr am ersten Wochenende im März statt. Historische Teile des Iditarod-Trails zwischen Anchorage und Nome dienen als Rennstrecke. Zwischen 8 und 16 Tagen sind die Musher mit ihrem Gespann dann ganz auf sich allein gestellt. Auch in Europa haben die Schlittenhunderennen inzwischen viele Fans und an drei aufeinanderfolgenden Renntagen wird jährlich die Schlittenhundeweltmeisterschaft an jeweils wechselnden Orten ausgetragen. 2009 fand sie Österreich statt und 2010 trafen sich die besten Musher (Schlittenhundelenker) in Oberwiesenthal, der höchstgelegenen Stadt Deutschlands.

Wer darf teilnehmen und wie hoch sind die Prämien für die Sieger?

Da verschiedene Verbände existieren, unterscheiden sich auch die Regeln zu den Schlittenhunderennen. Jeder Verband regelt selbst, welche Klassen antreten dürfen und bestimmt die Distanzen. Für die meisten Rennen müssen die Teilnehmer eine Startgebühr zahlen. 2013 betrug sie zwischen 50.- Euro für das Rennen an der Hammerbrücke und 3.000.- Dollar für das bekannteste Rennen der Welt, das Iditarod. Generell verlangen die Verbände ein zuverlässiges Team, das den Anforderungen gewachsen ist. In der Regel müssen die Teilnehmer bei internationalen Rennen schriftlich den IFSS-Regeln zustimmen und auch die Abstammung ihrer Hunde nachweisen können. Beim Rennen in Wildsteig konnte der Gewinner eine Prämie von 5.000.- Euro mit nach Hause nehmen, während der Sieger des 41. Iditarod-Rennens mehr als 50.000.- Dollar und einen Geländewagen erhielt.

Foto: www.sxc.hu

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