Leithunde als Rudelführer

Mit dem Thema Schlittenhunde fallen immer wieder Begriffe, die als Teil des Klischees oft mißverstanden werden. Hier die häufigsten Missverständnisse aufgeklärt

Leithunde:

Leithunde und Rudelführer (Alpha-Hunde) haben Husky Leithunddie anstrengenste und wohl verantwortungsvollste Aufgabe im gesamten Gespann. Sie müssen die Befehle des Mushers zuverlässig hören und Folge leisten und das Team unter allen Umständen in die richtige Richtung leiten. Das kann teilweise ein recht harter Job sein, wenn das gesammelte Team einen Hasen im Gebüsch sieht und am Liebsten hinterher sprinten möchte! Außerdem sind die Leithunde die Ersten, die durch den schweren Tiefschnee laufen und den Weg somit für das nachfolgende Gespann ebnen.
-> Die Leithunde sind die intelligentesten Hunde des Rudels, da sie Befehle verstehen, ausführen und das gesamte Rudel dirigieren. Daher ist eine längere Ausbildung und die entsprechende Veranlagung von großer Wichtigkeit. Allerdings muss der Leithund des Schlittengespanns nicht gleichzeitig das Alpha-Tier des Rudels sein. Diese Stellung wird unter den Hunden „privat“ ausgefochten 😉

Rudel:

In populärwissenschaftlichen Abhandlungen werden Rudel immer als Zusammenschluss von mehreren Individualisten bezeichnet, die Rangkämpfe untereinander praktizieren und um den Status des Alpha-Tiers kämpfen. Tatsächlich wurden diese Beobachtungen allerdings an gefangenen Hunden durchgeführt und geben daher wenig Rückschluss auf das Verhalten in freier Wildnis. Ein Rudel besteht meist aus einem Alpha-Männchen und einem Alpha-Weibchen, die ihre Welpen aufziehen. Diese bleiben bis zu drei Jahre bei dem Elternpaar und zieht dann weiter, um ein eigenes Rudel zu gründen. Bis dahin helfen sie, die kleinen Welpen groß zu ziehen, gehen Jagen und versorgen die Familie.

In einem Huskyrudel, das als Schlittengespann fungiert verhält es sich ähnlich.

Rangkämpfe:

Mittels Rangkämpfe werden soziale Stellungen herausgearbeitet. Sobald einer der beiden Kämpfenden dem anderen Überlegen ist, wird dies durch eine unterwürfige Haltung gezeigt. Meist legt sich der Schwächere auf den Rücken und offenbart seine Kehle als Zeichen der Unterwerfung.
Rangkämpfe sind jedoch auch gut um die Jungtiere zu trainieren. Hierbei sind die Kämpfe jedoch spielerisch aufgebaut.
Generell führen Rangkämpfe äußerst selten zu Verletzungen, da sich der Schwächere schon frühzeitig unterwirft und der „Sieger“ somit besänftigt wird.

Bildquelle: © clix, stock.xchng

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