27th Mai2014

Discdogging

by admin

Discdogging ist eine beliebte Hundesportart, durch die Verwendung von Frisbee-Scheiben sind raketengleich startende Hunde, rasant fliegende Scheiben und atemberaubende Tricks garantiert. Als Geburtsstunde des Discdogging gilt der 5. August 1974, als in der Spielpause eines Baseballspieles ein Mann und sein Hund das Spielfeld betraten und eine bis dahin noch nie da gewesene Show ablieferten. Der Mann namens Alex Stein und sein agiler Hund Ashley, ein Whippet, waren für ihre Frisbee-Darbietung weder offiziell genehmigt noch angemeldet. Doch die Zuschauer hatten ihre wahre Freude an der Darbietung und der Siegeszug der neuen Hundesportart Discdogging war nicht mehr aufzuhalten. Discdogging macht sich die Tatsache zunutze, dass die meisten Hunderassen ganz wild auf umherfliegende Frisbee-Scheiben sind.

Discdogging

Eigentlich ist Discdogging eine recht simple Angelegenheit, es besteht lediglich aus Werfen und dem erfolgreichen Fang einer Frisbee-Scheibe, doch mittlerweile wurden die Manöver derart perfektioniert, dass Discdogging heutzutage einer zeitgenössischen Kunst gleicht. Discdogging wird im Alleingang mit Hund und Hundehalter praktiziert, aber ist mittlerweile auch fester Bestandteil von Agility-Training in vielen Hundeschulen und Hundesportvereinen. Wenn Sie vielleicht selbst schon einmal am Strand mit ihrem Hund und einer Frisbee-Scheibe gespielt haben, werden Sie bemerkt haben, dass der Vierbeiner schnell Blut geleckt hat und ganz heiß auf die rotierende Scheibe in der Luft ist. Der Frisbee-Spaß kann noch mit etwas cooler Musik und Sonne garniert werden und schon wird kalifornisches Feeling pur gezaubert.

Discdogging ist aber viel mehr, als nur purer Freizeitspaß, denn seit dem Jahre 1994 ist es eine anerkannte Hundesportart, wobei 3 Disziplinen unterschieden und auch Wettbewerbe professionell ausgetragen werden. Discdogging im Freestyle, die sicherlich bekannteste und spektakulärste Variante, bietet Action und viel Kreativität. Im Freestyle können die Akteure jede Menge Action und die volle Kreativität in ihrer ganzen Bandbreite zeigen. Vom Ablauf her ähnelt die Choreografie des Freestyle-Discdogging dem Dogdance. Dabei werden zu selbst ausgesuchter Musik in einer zweiminütigen Performance bis zu 7 Frisbee-Scheiben geworfen. Das Werfen der Scheiben will gelernt sein und auch Sie als Hundehalter werden dabei ins Schwitzen kommen.

Etwas puristischer geht es bei den anderen Discdogging-Disziplinen, Mini-Distance und Long-Distance, zu. Letzterer wertet nur den weitesten Wurf, bei welchem der Hund die Frisbee-Scheibe springend fangen konnte. Bevor Sie mit Discdogging beginnen, lassen Sie ihr Tier bitte vom Tierarzt durchchecken, denn der Hunde sollte für diese anstrengende Sportart gesund sein. Generell sollten Höhe und Weite eines Wurfes jeder Hunderasse angepasst werden und im Wachstum befindliche Tiere sollten auf die Sprünge besser verzichten. Vor jeder Session sollte der Hunde mehrere Stunden nicht gefüttert worden sein, sonst könnte es bei rasanten Aktionen zu einer gefährlichen Magendrehung kommen. Auch die Auswahl der richtigen Frisbee-Scheibe ist entscheidend, längst nicht jede Scheibe ist geeignet für Discdogging. Spezielle Hundefrisbees lassen sich gut zusammenknautschen und weisen keinerlei scharfe Ecken oder Kanten auf. Versteht sich von selbst, dass Discdogging nur auf Gelände mit ebenem, weichen Untergrund und frei von Hindernissen praktiziert werden sollte.

Mehr Infos hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Discdogging sowie http://www.dogma-discdogs.de/

Foto: mzacha / www.sxc.hu

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