Geschichte des Huskys

Im nördlichsten Sibirien beginnt wahrscheinlich die Geschichte des Huskys. Schon vor mehr als 4000 Jahren wurden die Hunde von Nomadenvölkern, wie zum Beispiel Tschuktschen, Samojeden und Korjaken, als Zug- und Lasttiere genutzt. Das belegen bereits Abbildungen auf alten Felsmalereien von Nomaden mit Schlittenhunden bei der Rentierjagd. Manchen Völkern diente er zudem als Nahrung: Zu besonderen Feiertagen wurde er geschlachtet und galt als Delikatesse. Mit den Nomaden (Pelzhändlern) kam er über die Behringstraße nach Alaska und Nordamerika und trat dort seinen Siegeszug als Nutz-und Haustier an.

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Es gab drei Unterarten des Huskys:
1. In Südamerika und Mexiko war er von kleiner Statur, wie heute der Foxterrier.
2. In Nordamerika sah der Husky etwas schlanker aus und glich dem Wolf.
3. Im hohen Norden wie Alaska oder Grönland hatte er einen kräftigeren Körperbau.

Die Europäer lernten den Husky erst um 1800 als Nutztier kennen. Polarforscher wie Roald Amundsen hätten ohne ihre Schlittenhunde die Strapazen der Reisen nicht überlebt. Während des Goldrauschs in Alaska Ende 1800 bis Anfang 1900 wurde der kräftige Hund gerne als Zug- und Lasttier genutzt. Das erste offizielle Schlittenhunderennen fand 1908 in Nome statt, wo die Strecke über 670 km bis Candle und zurück führte. Die dramatischste Geschichte in der die Huskys eine Hauptrolle spielten, war als 1925 in Nome eine Epidemie ausbrach. Alle technischen Geräte und Flugzeuge versagten bei minus 50 Grad. Allein die Schlittenhundestaffeln konnten das lebensrettende Serum in fünf Tagen und einer Stecke von über 1000 km noch rechtzeitig zu den Erkrankten transportieren. Zur Erinnerung an diese Heldentat findet jährlich das Iditarodrennen statt.

Durch ausgewählte Zucht wurden Leistung, Ausdauer und Freundlichkeit zu einem Merkmal des Huskys. Die kräftigsten Tiere können fast das neunfache ihres Gewichtes ziehen. Alle haben ein dichtes Fell, einen spitzen Fang, einen buschigen Schwanz, sowie spitze Ohren. Sie gehören zur Familie des Spitz.

 

Bildquelle: © Huber aka garl, pixelio.de

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